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Willkommen im Schneggenhaus

Schreibender Schneggengang

Schon als ich in meinen Kinderfinkli umhertrippelte, faszinierten mich Geschichten. Von kleinen Märchenbücher über Comics hin zu Romanen und Büchern. Geheimnisvolle Erzählungen verschlang ich mit Gespanntheit, die hervorragend gezeichnete Elfenwelt empfand ich als lesenswerten Hochgenuss, überhaupt war für mich jegliche sinnreiche Zusammenreihung von Worten eine Kunst. Besonders dann, wenn noch Musik dazu klang.

Früh war die Welt um mich herum voller Melodien. Die deutschen Schlagerlieder übten auf mich damals wie heute eine grosse Anziehungskraft aus. Natürlich sind nie alle Lieder essenziell, aber hinter vielen gesungenen Worten verstecken sich wundersame Botschaften, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Ich selbst beschrieb verschiedene Ereignisse in meinem Leben in Liedform. So führte ich lange Zeit eine Art Tagebuch mit Liedern, indem ich eine bestimmte Situation meines Lebens als Gedicht aufschrieb und eine Melodie dazu erfand. Damit ich meine Lieder musikalisch untermalen konnte, lernte ich Keyboard spielen. Mit viel Energie und Freude werkelte ich an meinen hochpersönlichen Schöpfungen. Ihre Inhalte reichen von banalen Allerweltsthemen über ureigene Weltanschauungen bis hin zum Lobpreis an das Grosse Ganze.

An manch denkwürdigen Momenten bin ich von der Schönheit der Natur und der Schöpfung um mich herum dermassen überwältigt, dass ich meine Gedanken zu Papier bringen muss, weil der innere Drang so enorm ist. In diesen kostbaren Zeitspannen entstanden Lieder wie "Grösster und Schönster", "Wenn ich in der Garten seh" oder "Wind in den Bäumen". Die edle Schöpfung, die majestätischen Lebewesen, den wertvollen Sinn hinter allem, der sich meiner Seele auftut, bringe ich hier zu Papier. Ich verpacke meine Überwältigung in Worte und lasse sie in Liedern erklingen. Am liebsten würde ich diese, meine ureigene Freude, mit der ganzen Welt teilen.

Meine Entzückung ob all der herrlichen Farben der Welt lebe ich auch in der Malerei aus. Früher pflegte ich, zu jedem meiner Bilder ein Gedicht zu schreiben, welches den Inhalt und Hintergrund des Bildes erläutert. "Steinadler und Edelweiss" oder "Sternenanbeter" heissen zwei meiner Herzensbotschaften.

Nach und nach werde ich meine Lieder, Bilder und Gedichte hier auf der Homepage veröffentlichen.


Auch wenn ich eine Geschichte schreibe, kann ich Bilder malen. Nicht mit Pinsel und Farben, aber mit Worten. Diese Besonderheit macht gerade die Erzählung von "Beate und Balthasar Baumnuss" farbig bunt.

Weil ich schon sehr viel Lebenszeit in kunstvolles Schaffen investiert habe, hat sich so, im Laufe der Jahre, für mein eigenes Leben, ein riesiger Schatz angesammelt, ein richtiger Schneggenschatz!

All die vielen Ideen für mögliche zukünftige Geschichten halte ich in Notizbüchern fest. Ich recherchiere, wenn es notwendig ist und sammle schriftlich passende Gegebenheiten. Ich beobachte Menschen und ihr verhalten, studiere mir Persönlichkeiten aus, die ich dann als Figuren in meinen Geschichten beschreibe und lebendig werden lasse.

Ich gehe oft in mich und betrachte mich von da selbst enorm gerne: Wie habe ich mich verhalten, wie hätte ich mich verhalten können. Das zu tun ist für mich sehr wichtig, schliesslich ist es doch ein gewaltiger Teil von mir selbst, der in meine Geschichten, Lieder und Gedichte mit hinein fliesst.

Ich mag in meinen Erzählungen die sogenannte heile Welt. Ohne Schönfärberei zu betreiben, bin ich überhaupt nicht der Meinung, dass alle Geschehnisse nur von der düsteren Seite angeschaut und beschrieben werden sollen, weil es so quasi realistischer ist. Es gibt so viel Schöngeistiges und Liebevolles auf der Welt. Diese Attribute hervorzuheben, darauf lege ich meinen Schwerpunkt, oder besser, die Leichtigkeit des Schreibens.

Natürlich gebührt auch all den traurigen Geschehnissen, der Brutalität, die zweifelsohne im Leben mitmischt, sogar Bösem einen Platz, denn alles gehört zusammen, alles hat zwei Seiten.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Auf die Nacht folgt der Tag, wo es regnet scheint danach die Sonne. Doch die Düsternis soll nicht den Hauptteil meiner geschriebenen Werke ausmachen. Dazu bin ich viel zu schockiert, über die brutale Gewalt, die in manchen Kinder- und Jugendbüchern herrscht. Meiner Meinung vermittelt das den Kindern eine falsche Weltanschauung. Es gibt so viel Lichtvolles auf der Welt, aber das kann man nicht allein mit den Augen, sondern nur in Verbindung mit dem Herzen sehen.


Glücklicherweise hatte ich schon als Kind keine Mühe mit Schreiben. Früh schrieb ich fehlerfrei und es machte mir Spass an Satzbauten zu arbeiten.

Um meinem schreibenden Werdegang zu folgen, absolvierte ich bei der Axel-Andersson-Akademie in Hamburg das Fernstudium "Die grosse Schule des Schreibens" in Belletristik und in Sachliteratur.

Ich vertrete die Meinung: Einzelne Fertigkeiten und gewisse Knowhows kann ich für meine schreibende Berufung lernen. Den Ruf aus der Tiefe des Gefühls jedoch, den unbeirrbaren Wunsch, die Seele schreibend von Innen nach Aussen zu kehren, diese Voraussetzungen können nicht gelernt werden, diese sind gegeben.

Die allerersten Schriftsteller dieser Erde hatten keine Ausbildung als das, was sie waren. Sie schrieben einfach, ohne Regeln, ohne Gut- oder- Schlecht Wertung. Sie schrieben einfach!
Trotzdem danke ich jeder Schulung und jeglicher Situation, die mich auf meinem schreibenden Schneggengang weitergebracht haben.

Während all dieser Jahre des Lesens, des Ideensammelns, des Textens und Dichtens nahm eine Idee immer stärkere Gestalt an. Die Geschichte von Beate und Balthasar Baumnuss. 

Mutig habe ich eine Baumnuss gepflanzt, sie begossen, gehegt und gepflegt und siehe da, ein kleiner Buchstabenbaum erwuchs daraus. Als ich diesen Buchstabenbaum mit den einzelnen Ideen umpflanzte, vermehrte er sich schneller und schneller wie von selbst und die Figuren sprossen in all ihren liebenswürdigen Einzelheiten.

Heute halte ich glücklich mein Werk, Beate und Balthasar Baumnuss - Band 1 - In der Nuss, da ist der Wurm drin, in den Händen. Damit habe ich mir selbst einen riesigen Wunsch erfüllt.

Der Nussbaum blüht in all seiner Pracht.

Wie schön!